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Spielen ist wichtiger als Kurse nach Stundenplan
DER WERT DES SPIELS

Die kindliche Entwicklung wird stärker durch gemeinsames Spielen und gemeinsame Erlebnisse in der Familie beeinflusst als durch Einkommen, Bildungsstand, soziale Schicht der Eltern oder die Betreuungsform. Auch die Neurowissenschaften erklären das Spiel zur wichtigsten Basis für kognitives und soziales Lernen …

Eine neue Studie des Bundesbildungsministeriums, »Kindliche Kompetenzen im Elementarbereich: Förderbarkeit, Bedeutung und Messung« stellt unterschiedliche Messprojekte frühkindlicher Entwicklung und deren Einflussfaktoren nebeneinander.

Das Projekt betont den bedeutenden Einfluss der Familie auf die kindliche Entwicklung. Die Qualität des häuslichen Anregungsniveaus übt interessanterweise einen größeren Einfluss auf die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder aus als der Beruf, der Bildungsstand oder das Einkommen der Eltern.

Dabei scheint die Art der Aktivitäten, die die Eltern mit ihren Kindern durchführen, wichtiger für die kindliche Entwicklung zu sein, als der Bildungsstand der Eltern und die soziale Schicht der Familie. Die EPPE-Ergebnisse dokumentieren, dass sich der Einfluss der Familie etwas stärker auf die kognitive Entwicklung der Kinder auswirkt als auf die Entwicklung ihres Sozialverhaltens.
Für die Bildungsentwicklung der Kinder ist es bedeutsamer, was die Eltern mit ihren Kindern an Aktivitäten durchführen, als was die Eltern hinsichtlich ihrer sozialen Herkunft und ihres Bildungsstands sind (EPPE-Project; vgl. 2.2).

Viele Eltern sind sich des immensen Einflusses ihres eigenen täglichen Verhaltens nicht hinreichend bewusst. Viele überlassen ihre Kinder zunehmend und für immer längere Zeiträume der freien Mediennutzung. Oder, das andere Extrem ist die Überforderung der Kinder mit einem managerartig überfüllten Terminkalender mit Aktivitäten, die die Kinder anregen sollen und dennoch häufig einfach mit Lernstoff zustopfen.

Diese ist jedoch – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – ebenso weit entfernt von einer postitiven Beeinflussung der Kindesentwicklung wie die unkontrollierte Überlassung der Mediennutzung.

 

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