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Frühförderung - Was Kinder bestens fördert
Früh(chen)chinesisch

Es gibt Babykurse für alles, Pekip, DELFI, FABEL, Pikler, für Kleinkinder gibt es Frühenglisch, Frühchinesisch, musikalische Frühförderung...

 

Naja, Hauptsache früh, früher als die anderen, um im Wettlauf der Gesellschaft mithalten, nein, besser: vorneweg laufen zu können.

 

Klar, wir wollen alle nur das was wirklich gut für unsere Kinder ist, sie auf das Leben vorbereitet. Dagegen ist auch nichts zu sagen, nur was bedeutet das?

 

Sind die vollen Kalender und das Gehetze von einem Kurs zum nächsten wirklich das was unsere Kinder benötigen?

 

Wir behaupten frühfördernd und wirklich gut, also die Entwicklung optimierend ist die richtige Mischung aus Spielen und Bewegung, am besten draußen und das Ganze am besten zusammen mit Freunden oder der Familie unter Wahrnehmung der eigenen Kompetenzzuwächse.

 

Jedes Kind will fühlen, daß es größer wird, daß es plötzlich etwas kann, was es zuvor noch nicht konnte um sich gegen das kleinere Kind, daß es vorher noch war, abzugrenzen. Darum ist es so sinnvoll, nach drehen, krabbeln, stehen und laufen lernen gleich mit dem Rutschfahrzeug, dann mit dem Laufrad und schließlich mit dem Fahrrad und dann am besten auch mit dem Roller diesen Weg des Bewegenlernens weiterzugehen. Natürlich ist schwimmen, klettern auch wichtig, das tägliche Üben lässt sich jedoch nicht so leicht in Alltagswege integrieren.

 


Jede Stufe dieser Lernleiter gibt unserem Kind die Möglichkeit sich von sich selbst in der Vergangenheit abzugrenzen. Ein neuer beziehungsweise eine neue geworden zu sein. Jede Stufe erweitert den Radius, die Möglichkeiten, die Erlebnisbreite und –tiefe des Kindes. Dem Drang nach Bewegung unserer Kleinsten in allen Hinsichten so oft wie möglich und insbesondere Outdoor, nachzugeben, ist damit eine fantastische Maßnahme zur Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens und nicht nur gut um den BMI bei Kindern niedrig und die allgemeine Gesundheit besonders hoch zu halten.

 


Was ist also konkret zu tun? Geht so oft wie möglich gemeinsam schwimmen, schafft ein gutes, der Größe und dem Entwicklungsstand  Eures Kindes exakt entsprechendes Rutschfahrzeug,  Laufrad oder Fahrrad an, je nachdem, was gerade ansteht. Mit den zwei bis dreijährigen helfen so viele fußläufige Ausflüge mit dem Laufradbegleitung wie möglich. Macht Wege, die ohnehin im Alltag notwendig sind zu Fuß und mit dem Laufrad. Das gleiche gilt für die Fahrradkinder. Startet am Wochenende durch, nehmt das Rad mit in den Tierpark, auf die kurze Wanderung. Im Zweifel kann man ein Kinderfahrrad auch mit einer Tragehilfe, (zum Beispiel von Puky)  weitertragen, wenn der Zwerg einmal nicht mehr kann.

 

Viele überlassen ihre Kinder zunehmend und für immer längere Zeiträume der freien Mediennutzung. Oder, das andere Extrem ist die Überforderung der Kinder mit einem managerartig überfüllten Terminkalender mit Aktivitäten, die die Kinder anregen sollen und dennoch häufig einfach mit Lernstoff zustopfen. Diese ist jedoch – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung ebenso weit entfernt von einer postitiven Beeinflussung der Kindesentwicklung wie die unkontrollierte Überlassung der Mediennutzung.Freies Spiel in dem den Kindern Phantasie abverlangt wird ist die bedeutendste Unterstützung für die kognitive Entwicklung. 

 

Spielen fördert die drei Grundlagen für das Lernen: Kompetenz, Autonomie und Angenommensein. In diesen drei Bereichen bietet das Spiel die Ausgangsbasis für Lernprozesse den das Kind kann sich hier selbstbestimmt und an eigenen Interessen orientiert in einer wohlwollenden Umgebung mit Herausforderungen auseinandersetzen.

 

Wenn wir eine anspruchsvolle Umgebung schaffen, in der sich die Kinder frei beschäftigen können, Spielzeug bereitstellen, welches Raum für die phantasivolle Interpretationen der Kinder lässt, eine geborgenen Spielsituation ermöglichen, dann ist für die Förderung der kindlichen Entwicklung schon das Meiste getan.

 

Beobachten Eltern die Kinder gezielt in freien Spielsituationen, können sie erkennen welche Themen das Kind gerade beschäftigen und wie sie es auf dem Lernweg weiter unterstützen können. Das Heranführen an das gemeinsame Spiel und das damit verbundene intensive soziale Lernen sollten Eltern wenn nötig fördern sprich: mitspielen.

 

Aber das wichtigste für die Gesundheit ist und bleibt die Bewegung: lebt Bewegungsfreude vor, geht mit den Kindern ins Schwimmbad, Radfahren, Laufen und zeigt Bewegungsfreude wo es nur geht. Der Spaß kommt tatsächlich dabei, sowohl bei der Bewegung, als auch bei den Unternehmungen mit den Kindern. Nähe und Geborgenheit, gemeinsamer Zeitgenuss und Freude an schönen Erlebnissen, all das bereitet viel mehr aufs Leben vor als das berühmte 'Frühchenchinesisch'. 

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