Sie sind hier

Unterschiedliche Erziehungsstile - Konflikte sicher umschiffen
Jeder wie er meint

Der Alltag mit Job und Kindern ist stressing, täglich lauern dieselben Konfliktfallen und wir scheinen fröhlich hineinzutappen. Süßigkeiten, Fernsehen, aufbleiben einer verbietet z.B. die immer selben Dinge, der andere scheint sie zu übersehen und ist nachgiebig.
 
Besonders diese Streits lassen den persönlichen Energielevel noch mehr absacken. Ein Teufelskreis, denn eigentlich bräuchte jeder Partner Zuwendung, Verständnis und Unterstützung vom anderen, um das oft extrem fordernde Leben mit Kindern zu stemmen. Oft beschleicht die Eltern nach solch sinnlos erscheinenden Streitwiederholungen das Gefühl von “und täglich grüßt das Murmeltier” aber ein Weg aus diesen eingefahrenen Streitmustern scheint nicht in Sicht.Wenn es dauerhaft und besonders verletzend ist besteht nach einiger Zeit die Gefahr, daß sich einer oder beide emotional immer mehr aus der Partnerschaft zurückziehen. Spätestens jetzt ist Achtsamkeit und eine Problembearbeitung angezeigt, denn bei vermeidbaren Trennungen sind letzlich alle Verlierer, beide Partner und die Kinder.

Wie kann man diese chronifizierten Muster auflösen?

Mit diesem 10 Punkte Gesprächsablauf lässt sich ein wiederkehrendes Streitmuster – möglicherweise dauerhaft ohne Expertenhilfe - lösen.

  • Einer der beiden Partner beginnt (sagen wir mal er) Also er sagt seiner Partnerin, worin er ihre Erziehungsstärken sieht und wofür er sie bewundert.
  • Nun ist Sie dran. Sie sagt ihrem Partner, ebenso worin sie seine Erziehungsstärken sieht und wofür sie ihn bewundert.
  • Als Nächstes sollten sich die beiden gemeinsam über die Dinge austauschen, durch die sie beide in ihrer Partnerschaft verunsichert werden.
  • Es ist wichtig, dass sie dabei Anklagen und Rechtfertigungen vermeiden.
  • Es geht an dieser Stelle nicht darum, ob ein Gefühl berechtigt ist oder nicht.
  • Die Partner können der festgefahrenen Situation nur entkommen, wenn sie versuchen, sich in den anderen einzufühlen und zu verstehen, was der Partner meint, egal wie unsinnig es einem vorkommt.
  • Nachdem beide gezeigt haben, dass sie sich schätzen und wo sie verletzlich sind, können sie sich dem eigentlichen Thema nähern: sich gemeinsam überlegen, wie sie in Zukunft vermeiden können, sich gegenseitig zu verunsichern.
  • Finden Sie heraus, welche Sätze ein rotes Tuch für den Partner sind.
  • Erklären Sie sich gegenseitig, was Sie brauchen, um sich vom Partner angenommen zu fühlen.
  • Zum Schluss überlegen Sie sich, wie Sie schwierige Erziehungsthemen in Zukunft anders angehen könnten.


Wenn Sie die ersten Phasen des Gesprächs erst einmal geschafft haben, werden Sie sicherlich kreativere gemeinsame Lösungswege finden als die festgefahrenen Muster.

Facebook icon
Google icon
Pinterest icon
LinkedIn icon
e-mail icon

Weitere Artikel zum Thema

Der Hebammenberuf in Deutschland ist vom Aussterben bedroht
Es ist, als würde man darüber nachdenken, die Feuerwehr flächendeckend abzuschaffen: Hebammen werden in Deutschland systematisch in die Bedeutungslosigkeit gedrängt.
Kind und/oder Karriere? Übermutter oder Superwoman?
Im Sommerurlaub an der französischen Riviera besuchten wir dort unsere Freunde. Beide sind berufstätig, ihr Sohn ist vier, die Tochter wenige Monate alt. Arbeiten, abends ausgehen, Zeit zu Zweit, Zeit mit Freunden und Kollegen, die Kinder nachts zum durchschlafen zu bringen, Fremdbetreuung auch schon früh für die ganz Kleinen, kinderfreies Elternbett, konsequentes Abstillen, all das war für unsere Freunde bzw meine Freundin gar kein Problem.