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Die beste Geburtsvorbereitung ist Loslassen lernen
Lasst den Ehrgeiz bei den Geburten weg!

Angehende Mütter sind oft die angepassten Alleskönnerinnen, die einfach alles richtig machen wollen. Doch beim Gebären hakt das Muster „Viel hilft viel“- oft zum ersten Mal im Leben einer Frau und eröffnet eine ganz neue Perspektive und Chance auf das Leben als weibliches Wesen. 

  

„Auf jeden Fall ohne PDA", „Nicht liegend, in der Hocke…“, „Ohne Dammschnitt“, „Ohne Schmerz- oder Hilfsmittel“, „Wir wollen eine selbstbestimmte, natürliche Geburt.“, „So schnell und schmerzlos wie möglich“, „Wassergeburt mit Musik und Kerzenschein und die Nabelschnur auspulsieren lassen“ die Erwartungen und Vorstellungen werdender Mütter an eine gute Geburt, die sich mühelos bis stolz in die Biografie einordnen lassen sind schier unerschöpflich. Das Konzept, was eine gelungene Geburt ausmacht geistert durch geburtsvorbereitende Magazine und Bücher, Hebammensprechstunden, Frauenarzttermine, Geburtsvorbereitungskurse, Schwangerschaftsyogagruppen, Foren und mehr oder weniger undefinierte Kaffeekränzchen. Die „schöne Geburt“ als Mythos des unglaublich ergreifenden besonderen Moments im Leben des Babys, der Eltern und der ganzen Familie ist schon immer da gewesen und ungebrochen. Frauen gehen heute einen aufregenden Weg in die Mutterschaft, denn die Anzahl der Möglichkeiten, das Spannungsfeld in dem sich das jeweilige individuelle Geburtserlebnis bewegt ist so weit. Es reicht von archaischer Naturgewalt samt urbiologischer Prozesse bis zu einer radikal analysierten, (scheinbar) voll kontrollierbaren und durchtechnisierten modernen Medizinwelt, von unglaublichen Höhen und Glücksgefühlen und -momenten bis zu Traumatisierungen und tragischen Dramen. Diese Varianz, die vielen vielen Informationen über die vielfältigen bekannten (mehr oder weniger relevanten) Einflussmöglichkeiten und die Ausmaße der Konsequenzen üben Druck auf die werdenden Mütter aus. Frau kann viel falsch machen ist die Botschaft. 

 

Nach guten Schulnoten, einer klasse Ausbildung und alles Geben im Studium und Job tritt im Moment des Verdauens des positiven Schwangerschaftstests oft eine neue 'Disziplin' in das Leben junger Frauen: das Mutter werden und sein. Sobald sich eine noch unbedarfte Schwangere im Lauf der Schwangerschaft lesend oder Vorbereitungskurse absolvierend informiert was auf sie zukommt, wird sie mit einer Flut von Kriterien und Urteilen unterschiedlicher Interessengruppen überspült: selbstverständlich muß es nach vierzig Wochen vorbildlich fit und gesund gehaltener proper-Schwangerschaft in die wunderschöne hilfs- und schmerzmittelfreie Geburt gehen, als ob wir vom Kindergarten an nichts anderes gelernt hätten als unseren Beckenboden loszulassen. Im Frauenarztwartezimmer, beim Schwangerschaftsyoga, in den Geburtsvorbereitungskursen, überall lauert der unterschwellige Mütterehrgeiz in spe. Eine Mitschwangere, die sich schon ganz früh einen Platz im bestes Geburtshaus, die liebste und erfahrenste Hebamme gesichert hat und genau weiß, wie ihre Geburt ablaufen soll und wird, wird in der Stille des Wartens aufs aufgerufen werden respektive die Kursleiterin einer interessierten Nachbarin zu Berichten beginnen, gerade so laut, daß zumindest alle im Raum, die sich noch gar nicht soo gut 'vorbereitet' haben, nervös werdend zuhören dürfen. 

 

Tief innen knabbern in jeder Frau die Fragen: Werde ich eine gute Mutter sein? Kann ich das alles? Und: wird mir die Veränderung Spaß machen? Wird sich mein Leben zum positiven hin verändern? 

 

Angehende Mütter haben heute einen Druck über die Massen von Informationen wie noch nie zuvor. 

 

Heute wird die Gesundheit, die Chancen, ja das ganze Leben des Babys dem psychischen Zustand der Mutter während der Schwangerschaft, jedem Bissen, den sie zu sich genommen hat, ihrer Biomasse und Fitness vor und während der Schwangerschaft, dem Quecksilber, Heumilch oder Sushigehalt ihrer Ernährung, der Stundenanzahl Mozart-Hörens bzw - noch besser - selber Singens oder der Häufigkeit ihrer tiefenentspannten Yogamomente zugerechnet. 

 

Eine gute werdende Mutter zu sein ist - wenn man den Mitschwangeren manchmal zuhört - eine Leistungskurve ähnlich der Vorbereitung für die Tour de France und Olympia gleichzeitig und zwar mindestens im Triathlon oder Fünfkampf oder sieben, ne: Zehnkampf! Frau soll ja auch 'gut Aussehen' und cheese sagen können 'unter der Geburt'.

 

Kurz: Ehrgeiz kommt,durchs Umfeld induziert - immer häufiger und oft verdammt verdeckt schon unter Frühschwangeren vor und wächst überproportional mit den Bäuchen. Der Haken ist nur: bei dieser Disziplin sind unter anderen ganz tief liegende Kriterien und Energien entscheidend darüber, wie erträglich bis schön wir uns durch diese vieles entscheidenden Momente unseres Lebens schippern oder ob wir cruisen. Wir Frauen lernen diese Kräfte in unserer Gesellschaft paradoxerweise oft erst mit dem Mutter sein richtig kennen aber dringend brauchen können wir sie zum Zeitpunkt der Geburt. Die Kaiserschnittrate beträgt in Deutschland über 30% und steigt seit 20 Jahren bis auf kleine Ausreisser an, die Dammschnittquote, die Anzahl der gelegten PDAs, und die der traumatischen Geburten („das subjektive Empfinden einer Geburt als traumatisch“) nimmt nicht ab, sondern zu. Dahinter lässt sich unter anderen ein Zusammenhang vermuten, der sich mit der Unterscheidung Yin und Yang, männlicher und weiblicher, gebender und empfangender, aktiver und passiver Energien, einer Unterscheidung asiatischer Herkunft genauer: aus dem chinesischen Taoismus, darlegen lässt.

 

Wir leben in einer vom männlichen Prinzip geprägten Gesellschaft. Vielen Frauen ist daher das Männliche vertrauter als das Weibliche und sie lassen ihr Leben von der männlichen Energie Yang, dem Feuer regieren. Das Feuer ist extrovertiert und kämpferisch. Es dehnt sich aus und drängt  nach oben zum höchsten Punkt. Feuer ist schnell, intensiv und energisch, es kämpft und aktiviert den Verstand. Feuer bewegt sich an der Oberfläche.

 

Viele Mädchen spüren früh die Differenz zwischen dem gesellschaftlichen Ideal und der Energie, die natürlicherweise in ihnen ist. Sie fühlen bzw sehen sich - oft unbewusst - als das „Deuxieme Sexe“ das zweite Geschlecht (Simone de Beauvoir) ,  oder „das Geschlecht, das nicht eins ist“ (Luce Irigaray). Sie machen die Differenz weg, um dem Ideal näher zu kommen und verlieren etwas sehr Wertvolles, den Zugang zu ihrer eigenen Kraft, der weiblichen Kraft, der Verbindung zur Mutter Erde, zu (ihrer) Natur. Die selbstinduzierte Yangisierung der Frau lässt sie zu einer ewigen Nachläuferin verkommen. Ihr Eigenes ist auf den siebzig Millionen Scheiterhaufen des Mittelalters in Europa mitverbrannt. 

 

Der Verlust der weiblichen Kraft war gewollt und betrifft nicht nur die Frauen. Die fehlende Yin Energie schwächt uns alle. Das hat unsere Welt aus der Mitte gebracht, den Yin und Yang brauchen sich gegenseitig. 

 

Im Laufe des Aufwachsens in unserer Gesellschaft, die eher Yang Qualitäten fordert, haben viele Frauen ihr Leben männlichen Energiemustern unterworfen und ihre innere weibliche Heimat aufgegeben. Ihr Leben ist oberflächlich und überfüllt mit Aktivitäten und sozialen Kontakten, ständig auf der Suche nach Liebe und Bestätigung im äußerlichen Leben. Wir alle können den Körper in Einklang mit den weiblichen Energiemustern bringen und Rücksicht nehmen auf die Offenheit und Sensibilität der Frau.

 

Auch der weibliche Körper ist anderen Energiemustern unterworfen als der männliche. Solange Frauen sich in männlichen Energiemustern bewegen, kann sich ihr weibliches Potenzial nicht entfalten. Fast alle Frauen, sind in ihrer Weiblichkeit mehr oder weniger verunsichert oder verletzt. Weil das Weibliche tief im Inneren sitzt, liegen auch die Verletzungen dementsprechend tief im Unbewussten versteckt. Solche tiefen Verletzungen sind meist eingepackt in Ängste, Ohnmacht und  Misstrauen. Viele Frauen fühlen sich unbewusst getrieben, dieser schmerzvollen weiblichen Tragödie zu entrinnen. 

 

Viele Therapien und Selbsterfahrungsgruppen sind nicht auf die weiblichen Energiemuster abgestimmt. Unbewusste Verletzungen werden häufig nicht geheilt. Sie werden bloß angestoßen, aufgewirbelt und durcheinander geschüttelt. Um sich nicht im emotionalen Chaos zu verlieren, spielt sich der analytische Verstand gekonnt als Retter auf. Mit einleuchtende Erklärungen oder motivierenden Zitaten entschärft er nur die Situation, lenkt oft sogar ab. 

 

Frauen haben eine Riesenchance, wenn sie VOR der Geburt eines Kindes lernen ihre Weiblichkeit zu schätzen und zu schützen und bewusst weibliche Wege zu gehen - für die eigene Gesundheit sowie auf ihrem Weg in die Mutterschaft. Für Schwangere lohnt es sich, (nicht nur zur Vorbereitung für die Geburt) nach Innen zu spüren, die Energiequalitäten wahrzunehmen und unterscheiden zu lernen.

 

Das Symbol für die weibliche Energie ist das Wasser. Es ist der Wegweiser auf dem weiblichen Weg. Es ist flüssig, fließt unentwegt nach unten, um sich am tiefsten Punkt zu sammeln und zu ruhen, es empfängt und speichert. Der Weg des Wassers ist der Weg der Hingabe. Denn weiblich sein ist keine Aktivität, sie kann nicht gemacht werden. Frauen brauchen nichts zu tun, sondern nur zuzulassen, dass das Wasser sie zurück nach Hause führt. 

 

Ist die Frau von ihrer Sensibilität abgetrennt und sich dieser Qualitäten nicht bewusst, nimmt sie unbewusst Emotionen, Schwingungen und Gedanken in sich auf, ohne es zu merken. Sie fühlt sich aus unerklärlichen Gründen in sich und mit sich nicht wohl. Das Wasser ist getrübt. Um die weibliche Lebensqualität zurück zu gewinnen oder zu erhalten, ist es für Frauen unumgänglich zu lernen, ihr Wasser von emotionalen und energetischen Verschmutzungen zu reinigen. 

 

Um zurück in die weibliche Energie zu kommen braucht eine Frau sehr viel Ruhe, Rückzug und Meditation. Auch weibliche Heilung geschieht durch Integration und Verdauung. Sie passiert weder im Austausch mit anderen, noch im großen Ausdruck oder durch aufgeregte Bewegung. Sie ist ein innerer Vorgang, der sich in der Stille abspielt. 

 

Weiblichkeit ist ein körperlicher, ein hormoneller Zustand. Viele von uns ahnen nicht, wie wichtig es ist, gesund zu bleiben und die weibliche Chemie zu erhalten und zu pflegen. Sind wir beruflich oder privat stark gefordert oder häufig Stress ausgesetzt, schütten unsere Drüsen vermehrt männliche Hormone ins Blut aus. Weiblichkeit kann sich nicht auf dem Nährboden männlicher Hormone entfalten. Hier lässt sich das gesellschaftliche, energetische Ungleichgewicht biochemisch ablesen. 

 

Viele Frauen leiden - aufgrund unserer gesellschaftlichen Überbetonung der männlichen Qualitäten - unter extremer Yin-Schwäche. Ihnen fehlt das weibliche Fundament. Ein fordernder, leistungsorientierter oder stressiger Lebensstil lässt die Weiblichkeit verdampfen. Ist die Weiblichkeit in ihrer Substanz erschöpft - wortwörtlich - bis aufs Blut, auf die Organe und die Knochen - fühlt sich eine Frau nicht mehr weiblich, sondern nur noch unausgeglichen, getrieben und gereizt. Sie fühlt sich aus der Balance, aus ihrer Mitte. 

 

Die für eine selbstbestimmte natürliche Geburt notwendige weibliche Ganzheit erfordert neben Bewusstsein, Energie und Herz viel körperliche Substanz. Körperliche Schwäche und Energielosigkeit holen Frauen zurück in alte unbewusste Muster. Verletze Weiblichkeit sollte als erstes über den Körper gestärkt werden. Stille ist der Balsam. Frauen, die Stille und Meditation nutzen um ihre Mitte zu finden, haben die besten Voraussetzungen auch unter der Geburt loslassen und sich den Kräften der Natur ohne blockierende Gedanken und yang-hafte verkopft- und Verbissenheit hingeben zu können. 

 

Das Blut gilt als die Wurzel der Weiblichkeit. Die Lebensqualität einer Frau hängt vom Volumen und der Qualität ihres Blutes ab. Ernährt sich eine Frau in der Schwangerschaft nicht gesund, wird zur Blutproduktion ihr eigener Vorrat verbraucht, der unter anderem in den Knochen gespeichert ist. Besonders während der Schwangerschaft muss sie sich aufbauend ernähren. 

 

Die traditionelle chinesische Medizin verfügt über große Kenntnisse der Wirkung von Nahrungsmitteln und Kräutern. Aus dem alten China stammt eine goldene Regel, um das Blut zu stärken: Keine Rohkost essen - das entlastet. Die ganze Energie geht nicht in die Verdauung, sondern konzentriert sich auf die Blutproduktion. 

 

Ein Schlüssel auf dem weiblichen Weg sind die Gefühle. Um sich unbeschwert in ihren Gefühlen bewegen zu können, müssen Verletzungen  geheilt und unerledigte Emotionen verarbeitet werden Wie das geht lest ihr hier: Bye Bye Wut im Bauch und Angst im Nacken. Im Gegensatz zum explosiven Männlichen entwickelt sich das Weibliche sehr langsam. Gefühle entsprechen dem Weiblichen und brauchen immer viel Zeit. Gefühle sind nie so schnell wie Gedanken. Durch unsere gesellschaftlichen Erfordernisse bewegen wir uns oft zu schnell, sind sehr beschäftigt. Uns fehlt dann Ruhe und Zeit für tiefe Gefühle. Weibliche Selbstheilung bedeutet nicht Emotionen raufzuholen und sie auszudrücken, sondern immer tiefer zu gehen und die verletzten Gefühle dort zu heilen, wo sie liegen. Die Heilung des Weiblichen geschieht an einem Ort, wo weder Gedanken noch Worte Zugang haben, tief im Inneren. 

 

Positive Gefühle geniessen, lachen, sich entspannen nichts tun, nichts vorhaben, sich selbst verwöhnen, Ruhe geniessen, meditieren, in der Natur sein, die Verbindung zur Natur spüren, den eigenen Körper wahrnehmen, das Bewusstsein für den eigenen Körper, den heiligen Tempel, zu entwickeln, all das hilft das Yin zu kultivieren. Denn der weibliche Körper ist von Natur aus dazu bestimmt, schwanger zu werden. Etwas Neues in sich aufzunehmen und aus sich herauswachsen zu lassen ist ein natürlicher Bestandteil der weiblichen Existenz. Der weibliche Weg ist im Gegensatz zum traditionellen männlichen, kein Akt harter Disziplin, sondern ein Zulassen des natürlichen Wachstums, eine Hingabe an das was in uns schlummert und sich in seinen eigenen natürlichen Kräften und Fähigkeiten zeigen will. Weibliche Energie und Identität ist ein innerer Prozess, der davon abhängt, wie viel Bewusstsein und Herz wir in unser Inneres fließen lassen. 

 

Wir haben es hier mit dem Gegenteil von Leistung, wie sie in unserer Gesellschaft eingetrichtert und gepredigt wird, zu tun, mit dem Loslassen dem Spüren und Beobachten. Nicht zu beurteilen sondern sich Gehen zu lassen und das was kommen will kommen lassen, das ist die Qualität des Yin. 

 

Wir lernen von klein auf zu denken, viel zu leisten, viel dafür zu tun, hohen Einsatz zu zeigen: wir werden zu Menschen, die sich stark im Yang - in der männlichen Energie -bewegen. Unser gesamtes äusseres und - demzufolge oft auch - inneres Wertesystem setzt auf Yang, das Machen, den Verstand, die Aktion, die Steuerung, die Kontrolle, die Macht… Yin wahrzunehmen und zu kultivieren haben wir oft nicht gelernt weil es nicht den positive konnotierten Werten und Anforderungen unserer Gesellschaft entspricht, es wird nicht aufgewertet und belohnt. Von diesem Irrglauben, wir könnten durch mehr Leistung, mehr Tempo und mehr Ehrgeiz mehr erreichen, auch im Bereich des Urweiblichen, der Schwangerschaft und Geburt,  müssen sich Frauen zunächst befreien. Das hilft ihnen nicht nur zu einer entspannteren und leichteren  Geburt und der gelassenen Annahme der intensiven Veränderungen in ihrem Leben mit dem Beginn des Mutterseins. 

 

Da muß (für viele) zum ersten Mal nichts getan werden. Denn in diesem Fall hilft viel (Kopf und Aktionismus) nicht viel. Das ist das grundsätzliche Paradoxon, da sich eine entspannte Geburt und darauf folgende Mutterschaft nur in der Fähigkeit sich fallenlassen zu können erleben lässt. Viele Frauen und Mütter benötigen dafür Jahre, mehrere Geburten und mehrere (sie schmiedende) Kinder, um das Loslassen und Strömen in der Hingabe als kraftspendende Energie und ur-eigendste Qualität (wieder)zu entdecken, zu verstehen zu geniessen. Doch je eher frau sie entdeckt, je besser, um sich damit - und unter anderem mit einer leichteren Geburt - dauerhaft selbst zu belohnen!

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