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Meditation Einheitsatmung zur Integration der neuen Energien
Meditation - Integration der neuen Energien

 

 

Im letzten Teil I haben wir eine sehr einfache Achtsamkeitsmeditation vorgestellt. Nun möchte ich Euch die Einheitsatmung, eine Energie (Prana) gebende Meditation, die Drunvalo Melchizedek von Sri Yukteswar vermittelt bekommen hat, vorstellen. 

 

Zuerst muss ich eine kurze Darstellung der Funktion der Pranaröhre (Sushumna) voranstellen. Wenn Du Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis schließt, dann siehst Du ihren Durchmesser. Sie geht in dieser Form vom Scheitelpunkt durch den Kopf bis zum unteren Ende der Wirbelsäule genauer zum Perineum (im Beckenboden zwischen Genitalien und Anus) und nach oben und unten über mehrere Meter über den physischen Körper hinaus. 

 

Prana (oder Chi) ist die universelle Lebenskraft, die jeglichem Leben überall erst seine Existenz ermöglicht. Prana ist der Unterschied zwischen einer Plastikblume und einer echten, zwischen einem Schlafenden (der den Atem anhält) und einer Leiche. Ohne Nahrung kann ein Mensch wochenlang überleben, ohne Wasser immerhin noch ein paar Tage, ohne Luft ein paar Minuten, aber ohne Prana kann er überhaupt nicht leben. 

 

Fälschlicherweise nehmen wir unser Prana mit der Luft durch die Nase auf. Dadurch wird ein sehr wichtiges Organ für die geistige Entwicklung und Wahrnehmung unterversorgt: unsere Zirbeldrüse. Diese sitzt exakt in der Mitte unseres Kopfes und hat die Form eines Auges, sie ist hohl, hat eine Linse und sogar Farbrezeptoren.

 

Die Pranaröhre geht auch durch die Zirbeldrüse. Stelle Dir eine Linie von einer Ohrspitze zur anderen und von der Mitte zwischen den Augenbrauen zur Mitte des Hinterkopfes vor. Dort wo sich die beiden Linien kreuzen sitzt die Zirbeldrüse. Mit Hilfe der so genannten Pranaatmung ist es möglich wieder stärker Prana über die Pranaröhre aufzunehmen und die Zirbeldrüse zu aktivieren. 

 

Entlang der Pranaröhre sind auch alle Chakren angeordnet. Dass die Pranaröhre und die Chakren real sind, geht aus neuesten Untersuchungen hervor, bei denen man mit Hilfe von speziellen Mikrowellendetektoren die Existenz dieser feinstofflichen Energien und Strukturen sicht- und messbar bewiesen hat. Diese Forschungen sind heute so weit fortgeschritten, dass anhand der bildhaften Darstellung der Chakren genau bestimmt werden kann, in welcher mentalen, emotionalen und geistigen Verfassung ein Mensch ist. Prana folgt immer dem Bewusstsein, der mentalen, bildlichen Vorstellung. Das hat damit zu tun, dass sich die Energie, die feinstofflichen Teilchen in einer Größe kleiner als 0,025 mm befinden und damit den Regeln der Quantenmechanik und nicht der newtonschen Mechanik unterworfen sind. Die Teilchen bewegen sich schwarmhaft magnetisch. Das heißt: steuern wir mit unserem Bewusstsein einige Teilchen an (wir stellen uns eine blitzfarbene Lichtsäule in der Pranaröhre vor), dann bewegen sich weitere und immer mehr hinterher. Die feinstoffliche Energie, das Prana folgt also dem Bewusstsein, der Vorstellungskraft. 

 

Wollen wir daher wieder das Prana in der richtigen Art und Weise aufnehmen (und damit unsere Zirbeldrüse reaktivieren und damit auch unsere geistige Wahrnehmung) so müssen wir unsere Fähigkeit zur bildhaften Vorstellung in Verbindung mit dem Atem einsetzen. Das Ein- und Ausatmen sollte tief und bewusst erfolgen, beim Einatmen zuerst den Bauch, dann die Zwerchfellregion und abschließend die Brust mit Luft füllen, das Ausatmen erfolgt ganz von alleine (Pranayama). 

 

Nimm eine Körperhaltung ein, die Dir ein entspanntes, ruhiges Meditieren erleichtert. Es ist keine Körperhaltung vorgeschrieben, auch ein normales Sitzen in einem bequemen Sessel ist ok.  Der Körper sollte bequem ruhen können, es ist wichtig, dass keine Störungen durch den Körper zu erwarten sind. Andererseits sollte Deine Haltung nicht schlaffördernd sein wie das Liegen. Im Liegen können sich die Energien nicht ausreichend bewegen. Außerdem  könntest Du sonst den wichtigsten Teil der Meditation verschlafen. Aufrecht sitzen, die Wirbelsäule gerade aufgerichtet, ist die beste Haltung, sofern möglich. 

 

Atme mehrfach tief und bewusst ein und aus. Beginne mit der Vorstellung, dass sich der Atem zwischen dem unteren Ende der Wirbelsäule und der Zirbeldrüse als Lichtsäule hoch und runterbewegt. Beim Einatmen stellen wir uns vor, wie das Prana entlang der Pranaröhre durch den Kopf in den Schädel und von unten durch das Perineum (im Beckenboden zwischen Genitalien und Anus) in den Körper einströmt. Stelle Dir Licht vor, dessen Farbe und Helligkeit der eines Blitzes entspricht. Beide Energieströme treffen sich im Herzen und erzeugen dort eine hell strahlende, goldene Lichtkugel, deren Strahlkraft mit jedem Atemzug wächst und am Ende den gesamten Körper umhüllt. Beim Ausatmen behalten wir diese Vorstellung jeweils bei, d.h. auch beim Ausatmen strömt das Prana weiterhin von oben und unten entlang der Pranaröhre in den Körper ein und füllt die langsam wachsende goldene Kugel.

 

Versetze Dich nun in Deiner Vorstellung an Deinen Lieblingsort in der freien Natur. Wähle einen Ort aus, wo Du Dich absolut wohl fühlst. Sieh die Natur, die Pflanzen, Bäume und Blumen, rieche den Duft der Blüten, höre das Plätschern des Wassers eines nahe gelegenen Baches oder das Rauschen der Brandung des Meeres, sieh das Blau des Himmels, fühle die warmen Strahlen der Sonne auf Deiner Haut. Stelle Dir auch Tiere vor, Rehe, Vögel, was immer Du gerne magst. Werde Dir der Schönheit dieses Ortes bewusst, genieße ihn. Lass in Deinem Herzen die Dankbarkeit und Liebe für Mutter Erde aufsteigen, die Dir diesen wunderschönen Ort geschenkt hat. 

 


Konzentriere Dich nun auf Deine Pranaröhre und sende diese tiefe Liebe und Dankbarkeit für Mutter Erde in eine kleine Lichtkugel durch die Pranaröhre bis hinab in den Mittelpunkt der Erde. Lausche nun einige Minuten nach innen, denn die Liebe von Mutter Erde wird erwidert werden, schließlich bist Du ihr Kind und sie liebt Dich. Sie ist ein voll bewusstes Wesen, erfüllt mit einer unglaublichen Liebe für alle ihre Geschöpfe. Wenn Du spürst, dass Mutter Erde Dir ihre Liebe zurückgibt, nimm sie an, lass sie durch Deinen gesamten Körper strömen, durch jede Zelle, lass sie durch Deinen gesamten Energiekörper fließen. Das Erdprana steht auch für die weibliche Energie, die große Mutter, den Yin-Aspekt allen Seins.

 

Während wir die Liebe für Mutter Erde halten, wenden wir nun unsere Aufmerksamkeit dem Sternenhimmel über uns zu, sehen vor unserem geistigen Auge die Sterne und Galaxien, als Sinnbild für den Vater. Auch ihm schicken wir in eine kleine Kugel gepackt unsere Liebe durch die Pranaröhre nach oben, und erwarten die innere Antwort. Auch diese lässt nicht lange auf sich warten und sie ist deutlich spürbar. Die Liebe des Vateraspektes (Yang Energie) fließt über das Kronenchakra (den Scheitelpunkt des Kopfes) in die Pranaröhre von oben in uns ein. So strömen nun die Energien von Vater  (gesamte Schöpfung außerhalb der Erde) und Mutter Erde gleichzeitig in uns ein, entlang der Pranaröhre und bilden im Herzchakra, dem feinstofflichen Energiezentrum auf der Höhe des Brustbeines eine goldene Lichtkugel, deren Energie den ganzen Körper durchstrahlt und unsere gesamte Aura (unseren Energiekörper). 

 

Lenke nun Deine Aufmerksamkeit auf die Pranaröhre, gehe zum höchsten Punkt etwa acht Meter über deinem Kopf und zum niedrigsten, etwa acht Meter unter Deinen Füssen. Öffne Dich für die Energie und lasse sie in dich einströmen.

 

Nach dem Gesetz des mentalen Gegenwertes müssen wir aber auch etwas geben, wenn wir etwas erhalten. Daher ist die dritte Stufe die, dass wir all diese empfangene Liebe von Mutter Erde und dem Vater an die gesamte Schöpfung zurückgeben. Wir stellen uns die goldene Lichtkugel in unserem Herzen beginnend und wachsend vor, die immer mehr angefüllt wird mit der Liebe des Vaters und der Mutter, unserer Liebe für alles Leben überall, für die gesamte Schöpfung. Dann lassen wir diese Lichtkugel mit der Geschwindigkeit der Gedanken sich ausdehnen, bis sie die gesamte Schöpfung umfasst, bis zurück zum göttlichen Ursprung allen Seins. Es fließen die Energien von Mutter Erde und dem Vater entlang der Pranaröhre in uns ein, strahlen im selben Augenblick aus und durchdringen die gesamte Schöpfung. In diesem Zustand atmet uns Gott ....

 

Am Ende dieser schönen Meditation komme langsam die Finger bewegend zu Dir, atme ein paarmal tief durch und öffne mit einem schönen Lächeln die Augen. Wenn Du viel Prana gespürt hast ist es sinnvoll, sich intensiv zu schütteln oder ein paar Yoga oder Gymnastikübungen zu machen, sich zu dehnen und zu strecken, um einen Energiestau bzw ein Kundalinisyndrom zu vermeiden. 

 

Nicht vergessen: Meditation wirkt (nur) dann, wenn sie REGELMÄSSIG praktiziert wird! 

Hier gehts zu Teil I 

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