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Kinder = Sinn, Freude, Bewusstsein, Spaß...(ok, viel Arbeit)
Mehrere Kinder machen (auch mal) glücklich

Kinder sind reine Glücklichmacher. Dazu braucht es nicht viel, nur die richtige Haltung.
 
Kleiner (aber schwerwiegender) Vorlauf:
 
Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden zu Gedanken.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Taten.
Achte auf Deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
(Chinesisches Sprichwort)
 
Bei uns wurde gestern mit der gewagten Wäschewannenkutsche Pferd, Königin und Diener gespielt.
 Ich wurde mit der Konstruktion und einem dreifachen »Tadaaa!« überrascht.


Königin Luisa saß gütig lächelnd in eine Decke gehüllt in der Wanne und verteilte mitunter ›Naschereien‹, da Pferd Emma und Diener Henri immer wieder alles richtig machten. Die Wanne wurde mit einem Seil am Griff über den Boden gezogen, man versicherte mir, dass sie bisher nur selten umgekippt sei. Ein ›Tadaaa‹-Moment wie gesagt: Alle waren glücklich, auch ich, denn sie spielten alleine und mit sich zufrieden. Zum einen hieß das für mich: Ich konnte die Zeit lesend verwenden, zum anderen hatte ich den Gedanken, dass es den drei Vier- bis Siebenjährigen gerade richtig gut geht.


Und jetzt ich: »Tadaaa!« Wieder ein Moment in dem mein Plan aufging: Kind plus Kind plus Kind plus Kind gleich viele schöne Spielmomente (ok, auch mal Streit, aber da lernen sie auch viel). Die Spielmomente zwischen meinen vier Geschwistern und mir fielen mir wieder ein: Das war ausgeglichen sein, Flow, gemeinsame Kreativität, lernen auf gemeinsame Ergebnisse hinzuarbeiten, lernen zu Mehreren in guter Stimmung zu sein und auf diese Balance zu achten, ohne Spielzeug, ohne Kampf um Aufmerksamkeit, ohne Erwachsene, ohne künstliche Bespaßung. Einfach so.


Darum freute ich mich, denn so ist es auch bei den Kindern, die ich zur Welt gebracht habe, sie spielen gerne zu Hause, einfach so, mit (fast) nichts, außer mit sich. Kein Legoland, keine Spielzeugberge, kein Kino, kein Kindertheater oder animiertes Sonstwas-Tamtam nötig, nur ab und zu Aufmerksamkeit beim »Tadaaa!«, wenn Papa oder ich mal gucken sollen, wie ausgereift eine Konstruktion oder eine Szene gelungen ist. Das macht zufrieden. Total bemitleidet von vielen Bekannten mit keinem (oder ganz wenig) Kind spüre ich immer mehr: Die vielen kleinen Geschenke, die mir die vier Kinder jeden Tag machen, sind durch materiellen Luxus bzw. vermeintliche Freiheiten jeglicher Art nicht mehr aufzuwiegen.


Denn (»Tadaaa!«) das Leben mit Kindern IST bereits ein riesiger Teil der Erfüllung, wenn es um den Sinn des Lebens geht! Irgendwie konnte das bei aller Konsumlust und Arbeitswut aus dem Blick geraten. Wir Eltern ermöglichen neues Leben, das ist eine – zugegeben teilweise anstrengende – Aufgabe, aber wenn wir all die schönen Momente, die Kinder uns verschaffen, direkt in dem Augenblick wahrnehmen, richtig genießen und auskosten, dann entsteht eine Reihe von Perlen schöner Momente, die wir zu einer Kette verbinden und »das Leben« nennen sollten!
Tadaaa!

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