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Durchschlafen, der terrorisierende Mythos
Schläft es schon durch?

Kein Ziel – kein Problem

Selbst als Mutter eines wenige Wochen alten Säuglings wurde ich regelmäßig gefragt, ob mein Baby schon durchschläft.
So, als ob ein Baby, das nicht durchschläft, ein Problem hat.
Wonach dabei eigentlich gefragt wird, ist die Geschicklichkeit der Eltern, sich durchgängig Nachtruhe zu verschaffen.  


Erfolg als Eltern eines Säuglings wird demnach unter anderem an der Fähigkeit gemessen, ihr Baby möglichst früh zum möglichst langen Durchschlafen zu erziehen.
Die Antwort fiel in meinem Fall oft nicht dieser vermeintlichen Zielsetzung entsprechend aus, denn ich habe gestillt und gestillte Kinder schlafen noch weniger gut durch als Flaschenkinder.
Muttermilch ist wässriger als Pulvermilch. Damit haben Mütter, die sich oft genug unter Druck gesetzt fühlen, unbedingt zu stillen, wenn sie diesem Druck nachgeben, noch einen weiteren Nachteil: Sie müssen öfter »nachts raus«. (Wenn eine Mutter unbedingt richtig aufwachen und aufstehen muss, um sich um ihr Baby zu kümmern, dazu kommen wir weiter unten.)
Damit ist eine (stillende) Mutter oft ›unerfolgreich‹ in Bezug auf obige Frage. Schwiegermütter, Ratgeber, Elternzeitschriften und unterschwellige kulturelle Konditionierung arbeiten sämtlichst und unaufhörlich an der Weiterbelebung dieses unhinterfragten Mythos:
Babys Durchschlafen ist das Ziel.
Dabei macht oft nicht wirklich der Säugling den Terror, sondern die oft übertriebenen und falschen Erwartungen anderer und der Eltern an sich selbst, das Baby unbedingt zum möglichst frühen Durchschlafen zu bewegen.

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