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Befreiung von belastenden Gefühlen und Mustern
Selbstheilung: tschüss Wut und Angst - hallo Seele

Wer kennt es nicht, das mulmige Gefühl immer wieder in den gleichen emotionalen Konflikten gefangen zu sein? 

 

Ein Schlagabtausch, ein Missverständnis oder einfach Stress gepaart mit bloßliegenden Nerven: ein Wort gibt das andere und sofort sitzt man/frau wieder in derselben Konfliktfalle wie schon zig Mal zuvor. Die Stimmung nach dem Streit lässt uns auch nicht gerade kalt. Und irgendwie schleicht sich das Gefühl ein, nicht ganz unschuldig an der dauernden Wiederholung der Muster zu sein. 

 

Wenige von uns können von sich behaupten wirklich frei von diesen ewigen Sisyphos Themen zu sein. 

Einige Möglichkeiten zu emotionaler Ausgeglichenheit und Gelassenheit habe ich bereits unter Innerer Frieden oder Raus aus dem Hamsterrad an anderer Stelle vorgeschlagen. Aber manchmal ist der innere Frieden eben mit Yoga oder Meditation alleine nicht dauerhaft erreicht. 

So viel Gelassenheit und Entspannung Pranayama, Chi Gong, Tai Chi und Yoga und Meditation auch bringen, einige Kernprobleme, insbesondere psychischer Art, bleiben ohne weitere tiefergehende Selbsttherapie Methoden hartnäckig und tief im Unterbewusstsein verwurzelt. 

 

Dabei gibt es einfache Techniken, mit denen Du Dich effizient alleine heilen und nach einiger Übung auch die Ablagerung neuer belastender Gefühle verhindern kannst. Eine möchte ich hier vorstellen.

Jeder Gedanke, ob positiv oder negativ, löst eine entsprechende Emotion aus. Diese Emotion wiederum kann im Körper aufgespürt werden. Wut sitzt beispielsweise oft im Bauch, Angst hauptsächlich im Hals und so weiter. 

Gerätst Du nun in eine Situation, die konfliktbehaftet ist, zum Beispiel Befangenheit, starke Angst oder ähnliches, ist der Grund dafür ein Gedanke, der die entsprechende Emotion auslöst. 

Meist ist Dir der zugrunde liegende Gedanke nicht bewusst, da er sozusagen direkt ins Rückenmark sozialisiert wurde, so unmittelbar und meist über Jahre gewohnheitsmäßig gedacht wurde, daß Du Dir des Gedankens nicht bewusst bist. Anstatt den Gedanken in Frage zu stellen, bist Du dann mit ihm identifiziert, das heißt Du bist eins geworden mit dem Gedanken. Du denkst, Du wärst der Gedanke, genauso wie Du bei dem durch den Gedanken ausgelösten Gefühl fälschlicherweise davon ausgehst, dass Du es wärst beziehungsweise fest mit ihm verbunden wärst. 

Anstelle es also wahrzunehmen tauchst Du völlig in das Gefühl ein. 

Das ist der Kernfehler, den wir alle tagtäglich machen. 

Er macht uns unfrei und teilweise handlungs- bzw optionenunfähig. Das muss nicht sein. 

Intensiv ausgebildete buddhistische Mönche befreien sich während jahrelanger Meditationen von dieser Verwechslung von Gedanken, Gefühlen, Körper und ICH bzw Seele. Ein sehr starkes Mantra auf Sanskrit, 'so ham' heißt übersetzt 'ich bin’. Es löst diese falsche Identifikation zugunsten der Bewusstwerdung oder Identifikation mit der Seele auf.  

Doch zurück zu unserer Technik der Selbsttherapie. 

Denn zum Glück spiegelt sich der reflexhaft unbewusste Gedanke im Körper als fühlbare Emotion, da setzen wir jetzt an.

 

Gewöhnlich verdrängt der Mensch negative Gefühle und versucht die positiven festzuhalten. 

Das führt dazu, daß diese Gefühle und Gedanken sich im Unterbewusstsein und im Körper ansammeln. Du befreist alle diese Gefühle, indem Du sie Dir bewusst machst, anschaust und dadurch annimmst. So werden selbst tief verwurzelte Komplexe „angenommen“ und somit ihrer Macht über uns entledigt. Das Vorgehen ist so einfach, daß man danach mitunter nahezu fassungslos vor Erleichterung ist. 

 

Stell Dir also eine konfliktauslösende Situation (z.B. eine Angst vor etwas oder jemandem) vor dem inneren Auge vor. Das geht einfach, denn Du kennst Deine Baustellen ja selbst ganz gut. Dann geh komplett in die Situation hinein. Desto heftiger  die emotionale Ladung (also Reaktion auf eine Gegebenheit im Alltag), desto einfacher ist es die dazugehörige Emotion im Körper zu spüren. Sobald Du sie spürst (zum Beispiel eine Verengung im Hals, ein zugeschnürter Brustkorb), geh bewusst atmend mitten in dieses Gefühl hinein und frage dich: wie fühle ich mich hier? Nach einiger Zeit wird Dir das Gefühl bewusst (z.B. Angst). Dann kommt der Clou: frag das Gefühl, was es braucht, um ins Herz aufgenommen zu werden. Denn genau darauf hat das Gefühl eigentlich nur gewartet- es wollte angenommen und wahrgenommen werden. Doch indem es verdrängt wurde, weil es als unangenehm bezeichnet abgeschoben wurde, drängte es sich fortan in jeder sich bietenden Situation wieder auf um eben dann angenommen werden zu können. Teilweise kreiert oder provoziert man sogar Situationen, um dem Gefühl einen neuen Auftritt zu verschaffen. Manche Menschen leben viele Jahre so. 

 

Hast Du dieses Gefühl dann erfolgreich angenommen, stellt sich sofort eine unglaubliche Erleichterung ein. Oft stellst Du dabei fest, dass dieses Gefühl erst die oberste Schicht war und darunter plötzlich noch mehr Gefühle zum Vorschein kommen, die Du dann nacheinander mit der Technik erst bewusst spürst und dann annimmst und ins Herz aufnimmst. Am Ende einer Gefühlskette steht dann meist ein Schmerz- der Schmerz, der irgendwann einmal in Dir ausgelöst wurde und der dann in den Körper verdrängt oder der dann die verschiedensten Emotionen als Abwehrmechanismen überlagert hat. Gehst Du durch diesen Schmerz dann bewusst atmend hindurch, kann es sogar sein, dass einige Jahre Psychotherapie unnötig geworden sind.

Der Schmerz ist dann zwar fühlbar und stark, doch dieses Erleben ist so befreiend, ganz zu schweigen von dem Augenblick, wenn er sich dann plötzlich erlöst. 

In den Tagen danach kann es natürlich erst einmal etwas anstrengender werden. Die verdrängten Gefühle sind unangenehm und so fühlt sich das dann auch zunächst an. 

Doch das bewusste Fühlen einer vermeintlich schlechten Emotion ist in diesem Fall eine intensive Erlösung und Reinigung. Dadurch ist auf eine gewisse Art angenehm und befreiend. 

 

In der Folge sind Konflikte im Alltag, die man dann Abends oder Morgens in der Stille annehmen kann, dann quasi Trainings, die den ‚Muskel’ Gefühle loslassen zu können, immer stärken werden lassen.

Wenn Du Meditation und diese beschriebene Achtsamkeitstechnik in Bezug auf Gefühle und Körper kombinierst, ist die Wirkung um einiges stärker. Du gehst den Tag im Geist durch und erinnerst Dich an emotional belastende  Situationen. Diese löst Du dann auf indem Du sie annimmst. Sofern Du diese Technik regelmäßig vor der Reinigung durch tiefes intensives Atmen (Pranayama) und der Meditation praktizierst, ist die Mediation und ihre starke Wirkung auf der Ebene des höheren Selbst zusätzlich sehr hilfreich, die erlösende und loslassende Wirkung zu verstärken. 

Der Geist ist durch die Auflösung der emotionalen Blockaden schon auf die Themen die losgelassen werden müssen eingestellt. In der Meditation ist der Geist dann um ein vielfaches ruhiger und konzentrationsfähiger.

 

Darüber hinaus verhilft sie dazu, achtsamer im Alltag zu bleiben. Das ausführliche Bearbeiten der Konflikte im stillen Kämmerlein ist lediglich die Vorübung für die Praxis im grellen Licht des Alltags, quasi simultan zum Konflikt. 

Du befähigst Dich dazu, die Emotionen beziehungsweise den Konflikt während er geschieht mit der Technik innerlich zu erlösen. Du solltest Dir lediglich Deiner Gefühlslage bewusst sein, um das Gefühl zu spüren anstatt es zu sein. Nach diesem - teilweise Monate oder Jahre dauernden - Reinigungsprozess entsteht die Basis um in der Meditation immer intensiver mit Deiner Seele in Kontakt zu kommen. 

Eine einfache Meditationsanleitung findest Du unter Innerer Frieden.

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