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Bewegung an frischer Luft ist das A und O
Umsonst und draussen

 
Wir wollen alles was wirklich gut für unsere Kinder ist, möglichst frühfördernd und »wirklich gut«, also die Entwicklung optimierend. Genau dieses Ziel wird bei unseren Kindern am effektivsten durch spielerisch motivierte Bewegung erreicht. Am besten draußen und zusammen mit der Familie, so entsteht die besonders – Selbstwertgefühl stärkende – Wahrnehmung des eigenen Kompetenzzuwachses einfach so nebenbei …
 
Jedes Kind will fühlen, dass es größer wird, dass es plötzlich etwas kann, was es zuvor noch nicht konnte um sich gegen das kleinere Kind, dass es vorher noch war, abzugrenzen. Darum ist es so sinnvoll, nach dem Drehen-, Krabbeln-, Stehen- und Laufenlernen gleich mit einem Spielfahrzeug wie z. B. einem Rutscher, Laufrad, Roller oder später auch mit dem Fahrrad diesen Weg des Bewegenlernens weiter zu fördern. Viele Erfolgserlebnisse bei Kindern verankern somit früh ein Gefühl von Kompetenz und stetigen Lernerfolgen.
 
Jede Stufe dieser Lernleiter gibt dem Kind immer wieder die Möglichkeit sich von seinem vergangenen Selbst abzugrenzen, zu spüren, ein Neuer beziehungsweise eine Neue geworden zu sein. Jede Entwicklungsstufe erweitert den Radius, die Möglichkeiten, die Erlebnisbreite und -tiefe unserer Kinder. Dem Drang nach Bewegung in allen Hinsichten so oft wie möglich – und insbesondere Outdoor – nachzugeben, ist damit eine fantastische Maßnahme zur Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens und nicht nur gut um den BMI (Body Mass Index) unserer Kinder niedrig und sie besonders fit zu halten.
 
Bewegung macht schlau
 
Denn das Bewegung faktisch schlau macht ist mittlerweile hirnphysiologisch nachgewiesen: Körperlich aktivere Kinder können sich einfach viel besser konzentrieren als weniger aktive. Gebiete im Gehirn, die Bewegung koordinieren, sitzen im sogenannten »Stirnlappen«. Dort befindet sich auch das Arbeitsgedächtnis, das für die Konzentration zuständig ist.

 Durch ausreichende Bewegung werden alle diese Bereiche besser durchblutet. Das passiert nicht nur, während der Bewegung, sondern auch noch einige Zeit danach. Der Effekt hält an. So kommt im Gehirn mehr Sauerstoff an und die Konzentrationsfähigkeit steigt.
 
Wie wir Erwachsenen beim Sport, muss auch ein Kind beim Spielen Handlungen im Voraus planen. Das passiert bei uns Menschen in Gehirnregionen, die benachbart zu denen liegen, die für die Konzentration notwendig sind. Wenn ein Kind komplexe Bewegungsabläufe, wie z. B. beim Fahrradfahren, spielerisch planen lernt, dann trainiert … trainiert es nebenbei die Konzentrationsfähigkeit für alle anderen Lebensbereiche.
 
Studien mit Grundschulkindern, die sich jeden Tag intensiv bewegten und dafür ihr Pensum in anderen Fächern etwas verringerten, brachten fächerübergreifend bessere schulische Leistungen als andere, körperlich weniger aktive Kinder.
 
Was können Eltern tun?
 
Schaffen Sie für Ihre Kinder einfach optimale Bedingungen die sie zur Bewegung animieren. Geht so oft wie möglich gemeinsam mit den Kindern nach Draußen und lasst sie dort frei spielen, klettern und toben. Geht mit Ihnen schwimmen, bietet ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen mit diversen Spielfahrzeugen wie z. B. Rutschern (Wutsch), Dreirädern, Roller oder Laufräder zu sammeln. Am besten nach dem Laufrad direkt mit einem nicht zu großen Spielfahrrad. Besonders empfehlenswert ist es, bei diesen Fahrzeugen nicht nur auf schickes Aussehen, sondern auf gute Qualität insbesondere in Punkto Ergonomie und Sicherheit (z. B. Puky) zu achten. Grundsätzlich sollte ein gutes Kinderfahrzeug auf die Anforderungen und Fähigkeiten von Kinder zugeschnitten sein und sie nicht überfordern. Nur wenn sie nicht überfordert werden, entwickeln sie Spaß an der Bewegung mit dem Fahrzeug. Aber Achtung: Eine sportlich schicke Optik alleine reicht bei Kinderfahrzeugen nicht aus. Leider wird bei der Entwicklung von Kinderfahrzeugen immer weniger Wert auf wirklich kinderechte Kriterien gelegt.
 
Dieser Trend ist mit Vorsicht zu genießen, denn Kinder funktionieren anders als wir Erwachsene. Sie haben z. B. ein kleineres Sichtfeld, und nehmen ihre Umgebung in einem eingeschränkteren Winkel wahr. Darum ist es besonders wichtig, dass sie möglichst aufrecht auf einem Fahrrad sitzen. Nur eine entspannte, aufrechte Haltung, sichert ihnen  die optimale Wahrnehmung ihrer Umgebung beim Radfahren und ermöglicht so ein sicheres Fahrverhalten. Betrachtet man aktuelle Kinderfahradmodelle, achten nur wenige Fahrradhersteller auf sinnvolle kindgerechte Fahrzeuggeometrien, die auch in ihren Verstellbereichen die Anforderungen der jeweiligen Wachstumsphasen berücksichtigen. Bekannt für kindgerechte Fahrzeuggeometrien sind die Produkte der Firma PUKY. Sie werden übrigens alle in Deutschland hergestellt und überzeugen besonders durch ihre Haltbarkeit (wichtig beim weitervererben bzw. -verkaufen der Räder).
 
Ein weiterer zu beachtender Faktor ist der erhöhte Körperschwerpunkt bei Kindern. Die Rahmengeometrie sollte bei einem Kinderfahrrad so ausgelegt sein, dass es ein stabiles Fahrverhalten aufweist. Die kindgerechte Positionierung des Tretlagers und der optimale Abstand zwischen Sattel und Lenker sind weitere wichtige Faktoren damit bei Euren Kindern der Spaß an der Bewegung zu und nicht abnimmt.
 
Beim Fahrradkauf sollte man demnach unbedingt darauf achten, dass eine optimale Berücksichtigung der spezifischen kindlichen Anatomie garantiert ist. Die Optik des Rades kann sich an den Trends der Erwachsenen orientieren, nicht jedoch die Rahmenform! Dazu können Fahrradfachhändler kompetent beraten und weiterhelfen.
 
Möglichst viele Wege im Alltag mit dem Rad …

Mit den zwei- bis dreijährigen helfen so viele Ausflüge mit dem Laufrad wie möglich, den wachsenden Bewegungs- und Erkundungsdrang zu befriedigen. Macht Wege, die ohnehin im Alltag notwendig sind zu Fuß und mit dem Laufrad. Das gleiche gilt für die Fahrradkinder: (Vor-) Schulwege begleitet von Anfang an und konsequent zu Fuß oder mit dem Rad zu machen steigert systematisch die Verkehrskompetenz, die dazu führt, dass Eure Kinder der gewollten Sicherheit im Strassenverkehr möglichst früh möglichst nahe kommen.
 
Startet am Wochenende oft und bei (fast) jedem Wetter durch, um Euren Kindern gleich früh beizubringen, dass kaum ein Wetter vom Ausflug an frischer Luft abhalten muss. Nehmt das Kinderfahrrad oder Laufrad mit in den Tierpark oder auf die kurze Wanderung. Im Zweifel kann man beide auch bequem mit einer Tragehilfe, (gesehen bei Puky)  weitertragen, wenn der Zwerg einmal nicht mehr kann.
 
Lebt Bewegungsfreude vor, geht mit den Kindern aufs große Trampolin und habt Spaß beim Springen (Falls ihr das länger schon nicht mehr gemacht habt: Das macht wirklich Spaß, wie ihr merken werdet, schauspielen ist also gar nicht notwendig), übt unterschiedliche Sprünge, auf die Knie, lasst Euch auf den Po fallen, zeigt Bewegungsfreude wo es nur geht. Integriert Eure Kinder in die eigenen Sportarten. Egal ob Ihr zum Beispiel selber Yoga macht, oder Beachvolleyball spielt, macht es mit den Kindern zusammen. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Freude und natürliche Beweglichkeit die Kleinen an den Tag legen. Wo Erwachsene sich mühen und quälen, können Kinder oft ohne große Anleitung zum Beispiel den Sonnengruß »aus dem Stand«. Der Spaß kommt tatsächlich dabei, sowohl bei der Bewegung, als auch bei den Unternehmungen mit den Kindern. Es hilft, hier und jetzt den inneren Schweinehund zu überwinden, denn die gesündesten und schönsten Erlebnisse für alle gibt’s und gabs schon immer – umsonst und draußen!

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