Sie sind hier

Das Schneckentempo der Gleichberechtigung in Deutschland
Partnerschaft - oder was der Partner schafft...

Die durchschnittliche Elterngeldzeit der Väter nimmt erstaunlicherweise nicht zu. Die Statistiken zeigen, dass die Anzahl der Väter, die Gleichberechtigung bei der Kinderbetreuung wollen oder können, trotz Elterngeld nicht zunimmt, im Gegenteil.

Die durchschnittliche Vaterzeit sinkt kontinuierlich. 2008 waren es noch 3,7 Monate, 2010 nur noch 3,3. Dazu kommt ein klarer Trend zu nur zwei Monaten Vaterzeit. 2007 nahmen 65,4 Prozent der Väter zwei Monate, 2010 schon 76 Prozent. In derselben Zeit halbierte sich der Anteil derer, die ein ganzes Jahr Auszeit nahmen, von 12,9 Prozent auf 6,5.

Im Juni 2012 zeigten Zahlen des Statistischen Bundesamts, dass die »Väterquote« – also die Zahl der Väter, die sich nach der Geburt eines Kindes freinehmen – steigt. Im Jahr 2008 nahmen 20,8 Prozent der Väter das Elterngeld für mindesten zwei Monate in Anspruch, im Jahr 2010 bereits 25,3 Prozent. Die Mehrheit der Väter nimmt also keine Elterngeldzeit. Björn Schwentker hat errechnet, daß deutsche Väter im Durchschnitt 0,85 Monate mit Elterngeld zu Hause bleiben. Mütter kommen im Durchschnitt auf 11,23 Monate Elterngeldzeit.

In vielen Fällen würden sich sowohl Väter, als auch Mütter wohl eine gerechtere Aufteilung wünschen. Nur ist eine gewisse Degradierung und die Gefahr trotz entsprechender Gesetze den Arbeitsplatz zu verlieren, nicht zu unterschätzen. Diese Entscheidung ist leider zu oft angstgesteuert. Warum ist das in Deutschland so, in den Nordics aber nicht?

So lange das Kinderkriegen und Pausieren dafür nicht für beide Geschlechter und bei sämtlichen Arbeitgebern zum straffreien Alltag unserer Arbeitswelt gehören, werden sich die jungen Familien ob ihrer gestiegenen Einkommensverantwortung weiterhin absichernd verhalten und einen sicheren Kandidaten im Rennen lassen. Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung das Elterngeld als familienpolitisches Instrument eingeführt, das die gleichberechtigte Betreuung von Neugeborenen durch beide Elternteile stärken soll. Es wird für maximal 14 Monate nach der Geburt gezahlt und kann von den Eltern flexibel aufgeteilt werden. Das Minimum je Elternteil sind zwei Monate, das Maximum zwölf Monate.

Facebook icon
Google icon
Pinterest icon
LinkedIn icon
e-mail icon

Weitere Artikel zum Thema

Schutz für die Familie:
Als junger Mensch wird das Risiko des eigenen Todes gerne ausgeblendet. Doch spätestens mit der Gründung einer Familie wird auch Verantwortung für die eigenen Kinder übernommen - und dann muss auch ein solcher Schicksalsschlag mit einkalkuliert werden. Welche Versicherungsverträge sind notwendig, um zumindest die finanziellen Folgen eines solchen unerwarteten Todesfalls abzufedern?
Weniger Stress und mehr Vorteile bei DM, real und co mit Payback American Express Karte
Die Unbeschwertheit des bargeldlosen Zahlens, kombiniert mit einer attraktiven Punkte-Vergütung
Lichtmangelkompensation an den kürzer werdenden Tagen
Wir können den Herbst mit seinen wunderschönen Besonderheiten für unsere Kinder als schöne Erinnerung ans Laubhaufenspringen und Kastanienmännchen bauen in den Köpfen unserer Kinder abspeichern und trotzdem gleichzeitig die Umstellung ihrer inneren Uhr erleichtern indem wir sie so viel und lange wie möglich draußen spielen lassen.