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Kleinkind-Entwicklung
Vom Krabbeln bis zu den Lauflernschuhen

Mao Zedong, einer der führenden chinesischen Vordenker und Staatsmänner des 20. Jahrhunderts brachte es auf den Punkt: „Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun.“ Wer bei diesem Zitat an den Lebensweg von Babys denkt, liegt dabei sicher nicht verkehrt. Die ersten Schritte des Säuglings sind für die Eltern zumeist ein faszinierendes, für das Kind sogar ein lebenswichtiges Ereignis – ganz gleich, wohin der Weg in der Zukunft führen wird. 

 

Entwicklung der Füße von Säuglingen

 

Zu Beginn ihres Lebens besitzen Babys weder die Fähigkeit zu laufen noch Füße, die sich mit denen von Erwachsenen vergleichen lassen. Ihre Füße sind von einer Fettschicht umgeben. Diese schützt ihre empfindliche Struktur, welche aus insgesamt 28 kleineren Knochen besteht. Die Schicht verschwindet, sobald das Kind beginnt, selbsttätig herumzulaufen. 

Dies liegt in der Natur des Menschen. Ein Säugling strebt deshalb instinktiv danach, zu laufen. Er krabbelt auf allen Vieren herum, zieht sich an Möbeln hoch. Die ersten Schritte wirken dabei äußerst unsicher. Kleinkinder haben zudem häufig Platt- oder Senkfüße. Sie wackeln o- oder x-beinig durch die Wohnung. Doch die Eltern sollten sich deshalb keinerlei Sorgen machen. In der Regel vergehen die Fehlstellungen spätestens bis zum Schuleintritt des Abc-Schützen. 

 

Barfuß oder beschuht?

 

Zunächst ist es für das Kind enorm wichtig, Balance und Gleichgewicht zu erlernen. Dafür benötigt das Kind ein Gefühl für die in unserer Welt vorkommenden Untergründe. Dies bedeutet, dass ein Kind auf glattem Boden, Fliesen, Sand, Gras und Asphalt gleichermaßen barfuß das Laufen einüben sollte. Der Boden sollte dabei weder zu heiß (Sonneneinstrahlung) noch zu kalt sein (Fliesen, Stein, kalte Monate). Außerdem müssen die Eltern, soweit wie möglich darauf achten, dass keinerlei gefährlichen Elemente auf dem Untergrund das Kind stören. Scherben, spitze Gegenstände oder Nässe sollten durch die Erziehungsberechtigten vermieden werden. Insekten oder Dornen sind auf gemähten Wiesen leichter zu erkennen. Ist ein Untergrund zu glatt, können mit Noppen oder anderen Materialien beschichtete Anti-Rutschsocken dem Kind helfen. Mokassins aus Leder, die keine feste Sohle besitzen, sind für kalte Böden geeignet. In der Regel können Säuglinge auf Kork, PVC oder Parkett problemlos das Laufen üben. Insgesamt sollten Eltern ihr Kind, wann immer es Untergrundtemperatur und –beschaffenheit zulassen, zunächst barfuß laufen lassen. 

 

Tipps für die ersten Schuhe

 

Es gibt zahlreiche Ratgeber. Empfehlungen eines Fußexperten (hier als Videoclip auf der Website des französischen Babyartikeldienstleisters Vertbaudet) finden sich im Internet, außerdem können Kinderärzte und teilweise Schuhverkäufer gute Hinweise geben. Die entscheidende Frage dabei, nämlich wann der Zeitpunkt für das Tragen der Schuhe gekommen ist, lässt sich in keinem Falle pauschal beantworten. Die Eltern sollten hier genau hinschauen und  Fingerspitzengefühl beweisen. Bei der Beschaffenheit der Schuhe sollten sie nichts dem Zufall überlassen. 

 

Zunächst sollten sie sich vergegenwärtigen, dass das Kind schnell wächst. Daher sollten die Füße des Kindes in regelmäßigen Abständen gemessen werden. Die Schuhe sollten weich, flexibel und atmungsaktiv sein. Wenn die Lauflernschuhe im Geschäft erworben werden, können die Eltern versuchen, sie mit den Fingern zu biegen, um die Flexibilität zu testen. Hinten am Schuh sollte die Sohle verstärkt sein, sodass der Bereich von der Ferse bis zum mittleren Fußraum eine Stütze hat. Das Fußbett sollte überdies in die Sohle integriert sein. Wild- oder Rauleder sind nicht zu empfehlen, da diese Materialien leicht zerkratzt werden können. Besser ist glattes Leder. 

 

 

Titelbild:  © Klaus Eppele - Fotolia.com

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