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Sicherer Umgang mit dem Internet für Kinder und Jugendliche
Wie können wir Kinder sicher surfen lassen?

Weil Kinder mittlerweile spätestens in der Grundschule mit dem Internet konfrontiert werden, ist das Thema Computersicherheit für Familien mit Nachwuchs immer wichtiger. Eltern müssen nicht nur sicherstellen, dass Jugendliche im Netz auf keine bedenklichen Inhalte stoßen oder in Kostenfallen geraten. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Mütter und Väter ihren Kindern einen sicheren Umgang mit dem Internet beibringen. Technische Kinderschutzmaßnahmen sind nur für einen begrenzten Zeitraum die richtige Lösung für die jüngsten Familienmitglieder. Denn Kinder erhalten auch außerhalb des eigenen Haushalts die Gelegenheit, auf das Internet zuzugreifen. Zudem finden Jugendliche häufig Wege zur Umgehung technischer Sicherheitsvorkehrungen. Ab einem gewissen Alter müssen junge Menschen darum gelernt und verinnerlicht haben, wie man mit dem Internet verantwortungsvoll umgeht.


Wichtige Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz von Zugangsdaten


Auch wenn Eltern sicherstellen, dass Kinder wichtige Passwörter für verschiedene Online-Dienste nicht kennen, besteht trotzdem oft die Gefahr eines unautorisierten Zugriffs auf Zugangsdaten. Nur wenige Väter und Mütter denken immer daran, sich nach der Nutzung von Shops oder Bezahlsystemen im Internet auszuloggen. Ein Kind muss dann keine böse Absicht verfolgen, um beim Surfen innerhalb von wenigen Sekunden das Konto der Eltern zu belasten. Zahlreiche Online-Händler bieten direkt auf der Produktseite einen sogenannten Express-Kauf an, durch den eine Bestellung mit einem einzigen Mausklick ausgelöst wird. Schlimmstenfalls erfahren die Erwachsenen erst nach dem Klingeln des Postboten von einem Einkauf, den der Nachwuchs gar nicht beabsichtigt hat. Damit Mütter und Väter nicht ständig daran denken müssen, sich auszuloggen, ist eine Löschung von Cookies empfehlenswert. Die meisten Programme geben Eltern die Chance, beim Schließen des Webbrowsers eine automatische Entfernung dieser Daten auszulösen. Weil ein eingeloggter Benutzer nur mit Cookies erkannt wird, ist somit die erneute Eingabe der Login-Daten erforderlich.


Sicherer Umgang mit Passwörtern


Ein weiteres Problem für Familien mit Kindern stellt das Speichern der Passwörter im Browser dar. Wer sich die Zeit für die wiederholte Eingabe von Zugangsdaten mit dieser Funktion sparen möchte, muss manchmal mit bösen Überraschungen rechnen. Die Login-Daten für Online-Bezahlungssysteme lassen sich dadurch kinderleicht auch von Menschen, die Kinder mit Kostenfallen anlocken, nutzen. Insofern Eltern auf das Speichern der Login-Daten nicht verzichten wollen und der Nachwuchs unbeaufsichtigt eine Zugriffsmöglichkeit auf den entsprechenden Computer erhält, muss zumindest der Zugang zum Browser-Benutzerkonto oder dem genutzten PC mit einem sicheren Passwort unterbunden werden.


Weitere Tipps zur Computersicherheit für Kinder


Werden die genannten Ratschläge umgesetzt, gibt es noch ein paar weitere wichtige Dinge, die beim Umgang mit dem Computer zu beachten sind. Trojaner, Viren und Computer-Würmer lauern überall. Aber auch Ransomware und gefährliche Keylogger können Kinder und Eltern schnell Probleme bereiten. Darüber hinaus sollten ungeeignete Seiten gesperrt werden. Wie das geht, ist im Folgenden zu erfahren.


Schutz vor Schadprogrammen


Antivirenprogramme und Firewalls sind auch für Erwachsene mittlerweile unverzichtbar, um die Sicherheit im Internet zu gewährleisten. Für Jugendliche ist diese Software aus diesem Grund besonders wichtig. Die aktuellen Testsieger können auf netzsieger.de eingesehen werden. Die Schutzfunktion sollte dauerhaft im Hintergrund laufen – nur so ist auch für Anfänger ein sicherer Schutz vor Viren, Spyware, Adware und Malware möglich. Denn die komplizierte Bedienung macht den Umgang nicht unbedingt einfacher. Vor allem die namenhaften Anbieter wie Norton, Kaspersky, AVG, Avira, F-Secure und McAfee stellen einen soliden Schutz dar. Im Test besonders hervorgetan hat sich die Antiviren-Lösung von Bitdefender.


Geschützte Surfräume


Aber es gibt viele weitere Programme und technische Tricks, die zur Erhöhung der Internetsicherheit für den Nachwuchs beitragen. Bis zu einem Alter von zwölf Jahren ist beispielsweise die Nutzung geschützter Surfräume empfehlenswert. Einen solchen Kinderschutz bietet zum Beispiel die Telekom an. Damit greifen Kinder durch einen technischen Schutzmechanismus ausschließlich auf Inhalte, die als geeignet eingestuft werden, zu. 


Kindersuchmaschinen


Eine spezielle Kindersuchmaschine wie fragFINN.de, die sich im Browser als Startseite einrichten lässt, sorgt ebenfalls dafür, dass ein junger Mensch lediglich auf altersgerechte Websites stößt. Außerdem sind dort kindgerechte Inhalte zu finden, welche die Kleinen besonders begeistern. Geschichten, Wissenswertes und Kinderrezepte werden hier für den Nachwuchs aufbereitet – auch ein sicheres Chatten mit Freunden ist möglich.


Jugendschutzfilter


Sogenannte Jugendschutzfilter, die den Zugriff auf unangemessene Inhalte verhindern, wurden auch für ältere Jugendliche zum Schutz vor Videos und Bildern mit Gewalt oder pornografischem Material entwickelt. Mehr Informationen hält die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz auf klicksafe.de bereit.


Solange Eltern ihre Kinder vor dem Bildschirm begleiten, sind unseriöse Websites durch unterschiedliche Merkmale erkennbar. Auf einer guten Kinderseite ist beispielsweise grundsätzlich keine Registrierung erforderlich. Darüber hinaus ist eine Website mit Werbung oder Links zu möglichen Kostenfallen für Kinder nicht seriös. Die Überprüfung des im Impressum genannten Betreibers eines Internetauftritts ist für Väter und Mütter genauso empfehlenswert.

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