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So förderst Du die EMOTIONALE INTELLIGENZ Deines Kindes
Wie wird mein Kind zum Glückskäfer?

Egal was für ein Typ oder Charakter Dein Kind ist, ob es ein Glückspilz oder eine Pechmarie ist, egal ob everybodys Darling oder Eigenbrödler, egal was es beruflich machen wird und welche Entscheidungen es im Lauf seines Leben treffen wird, emotionale Intelligenz, der Umgang mit zwischenmenschlichen Herausforderungen wird auf jeden Fall sehr wichtig für seine Zukunft sein. 

 

Wie können wir unseren Kindern einen guten Umgang mit den emotionalen Herausforderungen des Lebens beibringen?

 

Zuerst mal leben wir unseren Kindern emotionale Kompetenzen vor. Vorbild und Nachahmung ist eines der stärksten Faktoren in der Erziehung. Das heißt: wenn wir emotional gereift sind, in der Lage uns zu heilen, aus chronifizierten Mustern auszusteigen, emphatisch, ein offenes Herz haben und üben mit unseren Gefühlen umzugehen anstatt ihnen auszuweichen. 

 

Unsere Kinder werden mit einem offenen Herzen geboren. Das unberührte und Herz ist noch unverletzt. Die Art und Menge emotionaler Traumata und sogenannter Wachstumsschmerzen in diesem Leben wird entscheiden, ob unser Kind ein mehr oder weniger offenes Herz behalten wird.

 

Bringen Sie ihren Kindern bei, daß Gefühle ok sind.

Traurigkeit, Schuld, Ärger, Freude und Spass können alle angenommen werden.  Unseren kindern zu vermitteln, diese Gefühle seien nicht ok, bedeutet ihnen beizubringen, ihre Gefühle zu unterdrücken. Wenn wir Gefühle unterdrücken blockieren sie uns auf Dauer und machen in Laufe des Lebens immer wieder auf sich aufmerksam indem dieselben inneren und äußeren Konflikte sich laufend wiederholen.

 

 

Wenn wir unseren Kindern beibringen ihre Emotionen auf gesunde Art und Weise auszudrücken, dann entsteht keine Ansammlung und kein Stau negativer Emotionen.

Hier sind die drei Schritte, die Du anwenden kannst, wenn Dein Kind ärgerlich oder wütend ist:

 

  1. Stell die das Gefühl ersteinmal fest
  2. Gib ihm Raum, stelle es nach vorne, erlaub Deinem Kind die Gefühle von Ärger, Frustration, Wut oder Angst in sich wahrzunhemen, zu unterscheiden und zu verstehen
  3. Zeige Deinem Kind einen gesunden Weg das negative Gefühl auszudrücken: z.B. kann es laut ich bin wütend rufen, bis es sich besser fühlt.

(Meistens endet das schreien oder rufen in einem Lachen, denn viele Kinder können gut über sich selbst lachen und sie fühlen sich erleichtert, weil sie einen Weg aus der Wut gefunden haben.)

 

 

Ein weiteres wichtiges Instrument um den Kindern einen guten Umgang mit Gefühlen zu vermitteln ist, aufzuhören zu bewerten. Bring Deinem Kind bei, daß Liebe bedingungslos ist. Ständiges bewerten des Kindes installiert einen Prozess der Selbstbewertung und Aufspaltung der Persönlichkeit in innere Anteile, bewertende und bewertete. Schon hat dein Kind innere Konflikte, die ein Leben lang beibehalten werden können.

Besser ist es, die Verhaltensweisen, die nicht so gut sind in ihren Folgen zu erklären. Wenn Du dieses tust, dann bedeutet das für den anderen das.

 

Höre Deinem Kind genau zu. Das hört sich erstmal banal an, ist es aber nicht. Wenn Du genau hinhörst und aufpasst, dann lassen sich oft schon früh besondere Fähigkeiten erkennen. Lehne die Wahrnehmungen und Inhalte, die Du aus eigener Erfahrung nicht kennst nicht ab, sondern freue Dich darüber. Zeige Deinem Kind, daß es, egal was es wahrnimmt, seiner Wahrnehmung trauen kann. Oft zeigen sich so besondere Talente. Eventuell ist Dein Kind ein intuitiver Empath, kann sich besonders in die Gedanken oder Gefühle anderer einfühlen oder es nimmt bestimmte Details und Kleinigkeiten wahr, die anderen verborgen bleiben. Diese Fähigkeiten können sehr wertvoll im Leben sein und sind ein Geschenk. Sie zu bemerken, anzunehmen und zu unterstützen ist Deine Aufgabe, ansonsten verkümmern sie. Eigentlich gibt es da für uns Eltern sogar einiges von unseren Kindern zu lernen, denn unsere Kinder sind nicht zufällig bei uns.

 

Dein Kind hat etwas zu geben. Es ist wichtig zu verstehen, daß Dein Kind nicht einfach nur Dein Kind ist, sondern aus einem ganz eigenen Grund, mit einer Mission, auf der Erde ist. Wenn Du Dir Zeit für Dein Kind nimmst, ihm genau zuhörst und alles was aus seinem Inneren kommt wertfrei aus dieser Perspektive betrachtest und es bei seinem Weg unterstützt, dann gibst Du Deinem Kind das größte Geschenk, das Du geben kannst. Und während Du das machst wirst Du verstehen, warum das so ist.

 

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